AUSSTELLUNGEN

DIE BUNDESKUNSTHALLE SCHLIESST
VORSORGLICH BIS 19. APRIL 2020

Infolge der allgemeinen Maßnahmen zur Eindämmung des COVID-19 Virus schließt die Bundeskunsthalle ab 14. März 2020 bis voraussichtlich 19. April 2020. Diese Entscheidung wurde in Übereinstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Bonn und entsprechend den Maßgaben der Landesregierung Nordrhein-Westfalen getroffen. Die Schließung beinhaltet, dass alle geplanten Veranstaltungen, Führungen und Vermittlungsprogramme in dem angegebenen Zeitraum nicht stattfinden. Die Ausstellungseröffnungen Fragments From Now am 19. März 2020, Julius von Bismarck. Feuer mit Feuer am 27. März 2020 und State of the Arts am 16. April 2020 sind damit abgesagt.

Beethoven
Welt.Bürger.Musik

Die Ausstellung ist bis auf Weiteres geschlossen.
17. Dezember 2019 bis 26. April 2020

Zum 250. Geburtstag des großen Komponisten und Visionärs Ludwig van Beethoven (1770–1827) präsentiert die Bundeskunsthalle in Kooperation mit dem Beethoven-Haus Bonn die zentrale Ausstellung zum Jubiläumsjahr 2020.
Die Schau zeichnet die wichtigsten Lebensstationen Beethovens nach und verschränkt diese mit seinem musikalischen Werk. Sie gliedert sich in Themenkreise wie „Beethovens Sicht auf sich selbst“, „Freundschaften“ und „Geschäftliche Strategien“, denen jeweils musikalische Schlüsselwerke zugeordnet sind. Sie präsentiert einzigartige Originalexponate und ikonische Porträts, die die Persönlichkeit des Komponisten vorstellen und gleichzeitig sein gängiges Bild in der Öffentlichkeit hinterfragen. Originalinstrumente und Hörstationen lassen die Besucher*innen in historische Klangwelten eintauchen. Es wird nicht nur die Arbeitsweise des Komponisten, sondern auch der kulturhistorische Kontext seiner Lebens- und Wirkungsgeschichte veranschaulicht.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle in Kooperation mit dem Beethoven-Haus Bonn.

Wir Kapitalisten
Von Anfang bis Turbo

Die Ausstellung ist bis auf Weiteres geschlossen.
13. März bis 12. Juli 2020

Der Kapitalismus ist weit mehr als nur ein ökonomisches System. Er ist eine Gesellschaftsordnung, die unser Denken, Fühlen und Dasein seit Jahrhunderten prägt. Aus einer kulturhistorischen Perspektive betrachtet die Ausstellung die grundlegenden Eigenschaften des Kapitalismus: Rationalisierung, Individualisierung, Akkumulation, Geld und Investitionen sowie typische kapitalistische Dynamiken wie ungebremstes Wachstum und schöpferische Krisen.
Diese „DNA des Kapitalismus“ ist in einem übertragenen Sinne längst Teil unserer eigenen DNA geworden: Wie formt der Kapitalismus unsere Identität und Geschichte, zum Beispiel hinsichtlich Individualität, Zeitempfinden und materiellem Eigentum? Und können – oder wollen – wir daran etwas ändern?
Mit Objekten aus Kunst, Geschichte und Alltagskultur ermöglicht die Ausstellung eine Annäherung an ein komplexes Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz – und großer Lebensnähe für uns alle.

Das Bildungsprogramm ist eine Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung.

Fragments from now
for an unfinished Future

Die Ausstellung ist bis auf Weiteres verschoben.
Eine Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die Welt ist in Bewegung: Alte Ordnungssysteme wandeln sich und scheinen weniger verlässlich, sicher geglaubte Errungenschaften wie die Schaffung einer offenen, friedlichen Welt sind durch populistische Strömungen und die globale Gefährdung von Klima und Menschenrechten bedroht. Somit wird es immer wichtiger, Position zu beziehen. Dies tun vierzehn junge Kuntstipendiat*innen der Friedrich-Ebert-Stiftung, die mit ihren Fotografien, Videoarbeiten und Installationen gesellschaftliche Fragen wie Vielfalt und Migration thematisieren und für eine künstlerische Auseinandersetzung stehen, in der sich alle Künste zu Recht als Teil eines übergreifenden gesellschaftlichen Diskurses verstehen.
Mit Saskia Ackermann, Darío Aguirre, Yevgenia Belorusets, Cihan Cakmak, Soso Dumbadze, Öncü Hrant Gültekin, Raisan Hameed, Carsten Kalaschnikow, Ksenia Kuleshova, Dariia Kuzmych, Sebastian Mühl, Neda Saeedi, Amir Tabatabaei und Vilmos Veress; kuratiert von Beate Eckstein und Annelie Pohlen

Julius von Bismarck Fire with Fire, 2020, Courtesy the artist, alexander levy, Berlin; Sies+Höke, Düsseldorf and Marlborough Contemporary, London/New York © the artist / VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Julius von Bismarck
Feuer mit Feuer

Die Ausstellung ist bis auf Weiteres verschoben.

„Ich ziehe meine Inspiration aus der Wissenschaft und arbeite künstlerisch“, sagt Julius von Bismarck über seine Werkstrategie. Immer auf der Suche nach anderen Formen der Wahrnehmung, erforscht er mit künstlerischen Mitteln Mensch, Natur und Technologie. So setzte er sich auf einer rasant rotierenden Scheibe, seinem Egocentric System, den Fliehkräften aus, um auf diese Weise die eigene und unsere Wahrnehmung zu hinterfragen und zu manipulieren. Für seine Arbeit Punishment peitschte der 36-jährige Künstler in Rio de Janeiro das Meer, in New York die Freiheitsstatue sowie die Berge in den Alpen. In den USA ging er auf Hurrikan-Jagd oder fing in Venezuela Blitze ein, um die Ästhetik der Naturgewalten zu untersuchen. So verheerend und gewaltig Naturkräfte auch sind, nehmen wir in seinen Werken auch eine grenzenlose Schönheit in der Katastrophe wahr. In der Ausstellung wird sein künstlerisches Erforschen von Waldbränden in einer multimedialen Installation, Sound und Skulpturen visualisiert. Bilder unseres Unterbewusstseins werden damit hervorgerufen und die „Psychoanalyse des Feuers“ bildgewaltig dargestellt.

State of the Arts
Die Verschmelzung der Künste

Die Ausstellung ist bis auf Weiteres verschoben.

Die Ausstellung präsentiert eines der spannendsten Phänomene unserer Zeit: die Verschmelzung von darstellender und bildender Kunst. Heute bedeutet ein Ausstellungsbesuch immer häufiger, nicht nur neue visuelle Eindrücke zu erwarten. Stattdessen steht ein umfassendes Erleben im Mittelpunkt, das sämtliche Sinne anspricht. Künstler*innen kombinieren Video, Performance, Tanz, Sprache und schaffen auf diese Weise intermediale Werke. Das führt mitunter dazu, dass der Besucher selbst zum Teil des Werkes wird und er die distanzierte Haltung des Zuschauers aufgeben muss.
Das Verschmelzen der Künste durch die Auflösung der Gattungsgrenzen ist ein Phänomen in der aktuellen Kunst, das sich bereits in den 1960er-Jahren ausmachen lässt. Unter dem Begriff Intermedia wurde die Vielfalt der künstlerischen Möglichkeiten gefeiert und das Zusammenwirken von Musik, Theater, bildender Kunst und Literatur erprobt. Insbesondere die Fluxus-Bewegung mit ihren Happenings und der Verwendung neuer Medien hat diesen erweiterten Kunstbegriff geprägt. Im Jahr 2020 ist die Entfaltung der künstlerischen Medien in alle denkbaren Bereiche längst gängige Praxis geworden. Die Ausstellung versammelt Werke, die sich spielerisch zwischen den unterschiedlichen künstlerischen Gestaltungsfeldern bewegen, wie etwa performative Skulpturen, Sound-Arbeiten und Multimedia-Installationen, aber auch Performances.

Ausstellungsansicht Doppelleben. Bildende Künstler*innen machen Musik (Ausschnitt), 23.6. – 11.11.2018, mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Foto: Klaus Pichler © mumok

Doppelleben
Bildende Künstler*innen machen Musik

19. Juni bis 4. Oktober 2020

Die Schau rückt bedeutende Künstler*innen in den Fokus, die neben der bildenden Kunst auch Musik machen. Dabei wird auch ausschließlich Musik „ausgestellt“: Großformatig projizierte Videos von Konzert- und Studioauftritten sowie Performances vermitteln das Gefühl, live dabei zu sein.
Die Ausstellung spannt einen Bogen vom frühen 20. Jh. bis heute. Beginnend mit Duchamp und den Futuristen über Yves Klein und die Fluxuskünstler*innen Nam June Paik und Yoko Ono, führt sie zu zentralen Figuren der 1960er- und 70er-Jahre wie A. R. Penck, Hanne Darboven oder Hermann Nitsch. Vertreter des Proto-Punk wie Captain Beefheart und Alan Vega sind Vorläufer der zahlreichen Künstlerbands der 80er-Jahre, in denen unter anderem Albert Oehlen, oder Pipilotti Rist gespielt haben. Die stilistisch heterogenere Szene seit den 1990er-Jahren ist unter anderem durch Carsten Nicolai oder Emily Sundblad vertreten.

Eine Ausstellung konzipiert vom mumok Wien in Zusammenarbeit mit der Bundeskunsthalle.

Max Klinger, Die blaue Stunde (Ausschnitt), 1890, Museum der bildenden Künste, Leipzig

Max Klinger
und Europa

4. September 2020 bis 10. Januar 2021

Max Klinger (1857–1920) gehört zu den eigenwilligsten Künstlerpersönlichkeiten des Symbolismus. In seinen Gemälden und Skulpturen wendet er sich von der traditionellen akademisch-idealisierenden Figurenauffassung ab, hin zu einer damals schockierenden Natürlichkeit. Mit diesem künstlerischen Ansatz trug er wesentlich zur Formulierung eines modernen Menschenbildes bei.
Angeregt von Richard Wagner, strebte Klinger die Überwindung von Gattungsgrenzen im Sinne eines Gesamtkunstwerks an, in dem Malerei, Skulptur, Architektur – möglichst auch die Musik– zu einer harmonischen Einheit verschmelzen.
Sein monumentales Beethoven-Denkmal gilt als zentrales Beispiel der spätromantischen Beethoven-Verehrung und wird zum Abschluss der Beethoven-Jubiläumsjahrs 2020 auch in Bonn zu sehen sein. Anlässlich des 100. Todestages von Max Klinger im Jahr 2020 will diese Retrospektive sein künstlerisches Schaffen einer Neubewertung unterziehen.

In Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig

Jerusalem
Sehnsucht nach der Heiligen Stadt

27. November 2020 bis 28. März 2021

Jerusalem, der biblische Ort mit mehrtausendjähriger Geschichte, geprägt von Symbolen und Mythen, multireligiös und multikulturell. Die Einzigartigkeit und Komplexität dieser Stadt liegt vor allem in der gemeinsamen Geschichte der drei Religionen – des Judentums, des Christentums und des Islam – und ihren heiligen Stätten. Seine Bedeutung als religiöses Zentrum, Ort der Sehnsüchte und Heilserwartungen hat Jerusalem zum Phänomen gemacht. Wohl keinem anderen Ort wurden so viele Darstellungen gewidmet, die jedoch weniger die reale Stadt als vielmehr bestimmte Idealvorstellungen wiedergaben.
Den unzähligen Jerusalembildern in der europäischen Kunst und Kulturgeschichte und den mannigfaltigen religiösen und künstlerischen Vorstellungen und Sehnsüchten, politischen Träumen und wissenschaftlichen Erkenntnissen, die sie hervorgebracht haben, ist diese Ausstellung gewidmet. Sie präsentiert die von Eroberern und Pilgern seit dem Mittelalter nach Europa mitgebrachten prachtvollen Reliquien, Reliquiare, Souvenirs und die in Europa von Künstlern, Schriftstellern und Forschern geschaffenen Buch- und Tafelmalereien, Reiseberichte und historische Modelle.

Quellennachweise anzeigen
Abbildungen
  1. Karl Josef Stieler, Beethoven mit dem Manuskript der Missa solemnis, Ausschnitt, 1820, Beethoven-Haus Bonn © Beethoven-Haus Bonn
  2. Blick auf die Altstadt Jerusalems mit Felsendom, Israel © silver-john - stock.adobe.com
  3. Carsten Kalaschnikow, Arap Kizi Camdan Bakiyor, The black girl looks out of the window (Ausschnitt) 2018-2019, Fotoserie Carsten Kalaschnikow, Arap Kizi Camdan Bakiyor, The black girl looks out of the window (Ausschnitt) 2018-2019, Fotoserie © Carsten Kalaschnikow Carsten Kalaschnikow, Arap Kizi Camdan Bakiyor, The black girl looks out of the window (Ausschnitt) 2018-2019, Fotoserie © Carsten Kalaschnikow
  4. Christian Falsnaes, Force, Installationsansicht (Ausschnitt), Kunstmuseen Krefeld – Kaiser Wilhelm Museum, 2018 © Volker Döhne, Courtesy the artist and PSM, Berlin Christian Falsnaes, Force, Installationsansicht (Ausschnitt), Kunstmuseen Krefeld – Kaiser Wilhelm Museum, 2018 © Volker Döhne, Courtesy the artist and PSM, Berlin
  5. Ausstellungsansicht Doppelleben. Bildende Künstler*innen machen Musik (Ausschnitt), 23.6. – 11.11.2018, mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Foto: Klaus Pichler © mumok Ausstellungsansicht Doppelleben. Bildende Künstler*innen machen Musik (Ausschnitt), 23.6. – 11.11.2018, mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Foto: Klaus Pichler © mumok
  6. Nach einem Entwurf zu Günter Wallraffs Taschenbuch „Und macht euch die Erde untertan“, 1987 © Klaus Staeck
  7. Max Klinger, Die blaue Stunde (Ausschnitt), 1890, Museum der bildenden Künste, Leipzig Max Klinger, Die blaue Stunde (Ausschnitt), 1890, Museum der bildenden Künste, Leipzig
  8. Julius von Bismarck Fire with Fire, 2020, Courtesy the artist, alexander levy, Berlin; Sies+Höke, Düsseldorf and Marlborough Contemporary, London/New York © the artist / VG Bild-Kunst, Bonn 2020 Julius von Bismarck Fire with Fire, 2020, Courtesy the artist, alexander levy, Berlin; Sies+Höke, Düsseldorf and Marlborough Contemporary, London/New York © the artist / VG Bild-Kunst, Bonn 2020
  9. Carsten Höller, Bonner Rutschbahn, 2018, Simulation, Tubular spiral slide (stainless steel with polycarbonate cover), Höhe ca. 13,60 Meter, gesamte Länge ca. 35 Meter © Carsten Höller, VG Bild-Kunst, Bonn 2019 Carsten Höller, Bonner Rutschbahn, 2018, Simulation, Tubular spiral slide (stainless steel with polycarbonate cover), Höhe ca. 13,60 Meter, gesamte Länge ca. 35 Meter © Carsten Höller, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

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Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
T +49 228 9171–200

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