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2021

Dress Code
Das Spiel mit der Mode

21. Mai bis 12. September 2021

Wie haben Sie die Kleidung ausgewählt, die Sie heute tragen? Ob Designer-Kleid oder Jeans, Anzug, Jogginghose oder Uniform – jede Kultur, Epoche und gesellschaftliche Gruppe hat ihre eigenen Dress Codes. Sie geben den Rahmen vor, aber die Ausgestaltung bestimmt jeder Mensch ganz individuell.
Die Erfolgsausstellung aus Japan präsentiert erstmals in Europa Mode als Spiel, das die tägliche Verwandlung als wichtiges Instrument zur Darstellung unserer Persönlichkeit unterstreicht. Gezeigt werden internationale Modeklassiker und ihre Weiterentwicklung als Streetwear. Mode stilbildender Designer*innen wie Armani, Burberry, Chanel, Comme des Garçons, Martin Margiela, Issey Miyake, Vetements oder Vivienne Westwood wird darüber hinaus mit zeitgenössischer Kunst von Keizo Motoda, Tom Sachs, Cindy Sherman, Oliver Sieber, Juergen Teller oder Kyoichi Tsuzuki  in einen aufschlussreichen Dialog gebracht.
Die Ausstellung verhandelt Mode zwischen zwei Polen: zwischen dem Individualisten und dem Konformisten. Die Wahl unserer Kleidung zeigt sich als kommunikatives Spiel, das ein neues Verständnis für unseren Umgang mit der Mode geben soll – was wir mit ihr ausdrücken möchten, ob bewusst oder unbewusst, und was sie täglich für uns bedeutet.
Erkunden Sie auch unser eigens konzipiertes Fashion Lab! Es vertieft die Themen der Ausstellung und enthält zahlreiche partizipative Elemente, die den Facettenreichtum von Mode sinnlich erfahrbar machen: Mit einem Smart Mirror können Sie sich mit aktuellen Modekreationen virtuell stylen oder ganz analog Mode hiesiger Designer*innen in einem spannenden Display auf sich wirken lassen. Ayzit Bostan, Dawid Tomaszewski, Dead White Mens Clothes, Hannibal, Herr von Eden, Hien Le, Julia Heuer, Kilian Kerner, Maison Common, Marina Hoermanseder, Michael Sontag, Tra My Nguyen und William Fan präsentieren ihre Outfits im Raum und das britische Modelabel Auroboros führt Sie in die digitale Haute Couture ein. Auch exklusiv für die Ausstellung entworfene T-Shirts können Sie im Fashion Lab direkt erwerben. Paper Dolls in einem Pop-Up-Fotobereich laden Sie ein, sich mit Mode aus der Ausstellung zu (ver-)kleiden – Ihre Fotos davon bereichern das Lab. Neben vielen weiteren Off- und Online-Angeboten und Workshops werden Panel-Talks zu genderfluider Mode, Trendentstehung im (post-)digitalen Zeitalter oder dem Megatrend Neo-Ökologie veranstaltet. Wir laden Sie herzlich zum Spiel mit der Mode ein!

Eine Ausstellung des National Museum of Modern Art, Kyoto, und des Kyoto Costume Institute in Kooperation mit der Bundeskunsthalle

Aby Warburg: Bilderatlas Mnemosyne – Das Original

10. März bis 25. Juli 2021

In den 1920er Jahren entwickelte der Kunst- und Kulturwissenschaftler Aby Warburg seinen Bilderatlas Mnemosyne. Für dieses Projekt studierte er die motivischen Wechselwirkungen zwischen Kunstwerken aus der Antike und der Renaissance bis hin zur Gegenwartskultur. Um die historisch immer wiederkehrenden visuellen Themen und Muster erkennbar zu machen, stellte Warburg in seinem Atlas Abbildungen historischer Kunstwerke aus dem Nahen Osten und Europa neben zeitgenössische Zeitungsausschnitte und Werbeanzeigen.
Seine Methode setzte neue Maßstäbe: Motive und Darstellungen wurden erstmals epochenübergreifend betrachtet. Seine Arbeit überschritt die Fachgrenzen zwischen Kunstgeschichte, Philosophie und Anthropologie und war grundlegend für die heutigen Disziplinen der Bild- und Medienwissenschaften.
Warburgs Ansatz bietet bis heute große Inspiration und alternative Routen für unsere visuell und digital dominierte Welt. Auf 63 großen Tafeln zeigt die Ausstellung erstmals und nahezu vollständig, die letzte dokumentierte Version des Atlas mit Warburgs originalem Bildmaterial.

Kuratiert von Roberto Ohrt und Axel Heil mit dem Warburg Institute, London, in Zusammenarbeit mit der Bundeskunsthalle
Produziert vom Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Hannah Arendt
und das 20. Jahrhundert

9. März bis 20. Juni 2021

Das 20. Jahrhundert ist ohne Hannah Arendt gar nicht zu verstehen.
Amos Elon, Journalist und Schriftsteller

Hannah Arendt (1906–1975) war eine der bedeutendsten politischen Denkerinnen ihrer Epoche. Kontrovers und eigensinnig nahm sie Stellung zu Ereignissen ihrer Zeit. In ihren Urteilen folgte sie keiner Tradition oder politischen Richtung. „Denken ohne Geländer“, nannte sie das.
Die aus dem nationalsozialistischen Deutschland geflüchtete jüdische Publizistin prägte maßgeblich zwei zentrale Begriffe: „Totale Herrschaft“ und „Banalität des Bösen“. Sie schrieb über Antisemitismus, die Lage von Flüchtlingen, den Eichmann-Prozess, den Zionismus, das politische System und die Rassentrennung in den USA sowie die Studentenproteste und den Feminismus.
Keines der Themen ist abgeschlossen. So zeigt die Ausstellung ein Leben und Werk, das die Geschichte des 20. Jahrhunderts spiegelt und bis heute voller Sprengkraft ist. Die Präsentation ist keine biografische, sondern beleuchtet Arendt als öffentliche Intellektuelle: die Kontroversen, die sie führte, die Einsichten, die sie hervorbrachte, die Irrtümer, denen sie unterlag. Immer wieder fordern Hannah Arendts Thesen auch in aktuellen politischen Zusammenhängen unser eigenes Urteilsvermögen heraus, gerade in einer Zeit, in der die Demokratie an vielen Orten der Welt Gefahr läuft, unterwandert zu werden.

Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums in Kooperation mit der Bundeskunsthalle

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Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Museumsmeile Bonn
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
T +49 228 9171–200

Öffnungszeiten

Montags geschlossen
Dienstag und Mittwoch, 10 bis 21 Uhr
Donnerstag bis Sonntag, 10 bis 19 Uhr
(und an allen Feiertagen, auch denen,
die auf einen Montag fallen)