Die aktuellen Ausstellungen

Liebe Besucherinnen und Besucher,

was verstehen wir unter Kultur?

Ist Kultur ein Teil von unserem Leben?

Dann soll sie viel mit unserem Leben zu tun haben.

Kultur soll lebendig sein.

Wie geht das?

Die Bundes-Kunst-Halle ist ein Ort für Kunst und Kultur.

Sie zeigt Bilder und andere Kunst-Werke,

aber auch Musik, Tanz, Theater und Wissenschaft.

Das sind verschiedene Bereiche von Kultur.

Sie gehören zusammen.

Man kann sie entdecken:

in neuen Ausstellungen und Veranstaltungen.

Dazu lädt die Bundes-Kunst-Halle Sie ein!

WIR KAPITALISTEN
Von Anfang bis Turbo

Ausstellungs-Datum: 13. März bis 30. August 2020

WIR KAPITALISTEN heißt die Ausstellung.

Was bedeutet das?

Im Wort KAPITALISMUS steckt das Wort KAPITAL.

Geld, Werkzeuge, Maschinen, Fabrik-Hallen sind Kapital.

Man setzt das Kapital ein, um etwas herzustellen.

Das nennt man investieren.

Das Ziel dabei ist: Profit zu machen.

Das bedeutet:

Man verdient mehr Geld, als man investiert hat.

Wir haben uns an das Profit-Denken gewöhnt.

Wir fragen uns zum Beispiel:

Soll ich Gefühle in einen anderen Menschen investieren?

Bekomme ich genug zurück?

Das ist kapitalistisches Denken.

Wie ist es zu diesem Denken gekommen?

Wie beeinflusst dieses Denken unsere Gesellschaft?

Um solche Fragen geht es in der Ausstellung.

Kunst-Werke und Gegenstände aus dem Alltag sind zu sehen.

STATE OF THE ARTS
Die Verschmelzung der Künste

Ausstellungs-Datum: 16. Juni bis 16. August 2020

STATE OF THE ARTS heißt auf Deutsch: Stand der Künste.

Künste sind zum Beispiel Musik und Malerei.

Es geht um die Künste von heute.

Was kann man über die Künste von heute sagen?

Die Künste vermischen sich.

Das gibt es schon lange.

Ein Beispiel ist die Oper:

Sprache, Bühnen-Bild und Musik wirken zusammen.

Man nennt das Gesamt-Kunstwerk.

Etwas Ähnliches gibt es in der modernen Kunst.

Viele Künstler*innen machen zum Beispiel Videos.

Sie filmen ihre Kunst-Aktionen.

Oder sie machen Installationen.

Dabei werden Räume zu einem Kunst-Werk.

Es gibt auch Kunst-Werke zum Mitmachen.

Die Leute sollen nicht nur schauen.

Sie sollen selbst etwas mit der Kunst machen.

Dann werden sie ein Teil von einem Kunst-Werk.

Kunst erleben bedeutet dann:

Kunst mit allen Sinnen wahrnehmen.

Die Ausstellung zeigt Beispiele dafür.

Man sieht und hört und fühlt:

Bilder

Tanz

Musik

Theater

Alles wird zusammen zu einem Kunst-Werk.

DOPPELLEBEN
Bildende Künstler*innen machen Musik

Ausstellungs-Datum: 23. Juni bis 18. Oktober 2020

Künstler und Künstlerinnen malen Bilder.

Musikerinnen und Musiker machen Musik.

Manche machen beides: Kunst und Musik.

Das zeigt die Ausstellung DOPPEL-LEBEN.

Die Ausstellung stellt Künstler vor, die Musik machen.

Wie zeigt man Musik im Museum?

Bilder kann man in einen Raum hängen und ansehen.

Das geht nicht mit Musik.

Man kann Filme von Musik-Aufführungen zeigen.

Das passiert bei der Ausstellung DOPPEL-LEBEN.

Die Filme laufen auf großen Wand-Flächen und Lein-Wänden.

Wie im Kino.

So kann man Musik-Aufführungen erleben.

Man lernt Künstler von einer neuen Seite kennen.

Zum Beispiel die Futuristen.

Diese Künstler-Gruppe gab es vor etwa 100 Jahren.

Sie wollten damals alles anders machen als andere:

in der Kunst, in der Musik, in der Literatur.

Die Ausstellung war schon im Museum moderner Kunst in Wien zu sehen.

JULIUS VON BISMARCK
Feuer mit Feuer

Ausstellungs-Datum: Bis auf Weiteres verschoben

Der Künstler Julius von Bismarck wurde 1983 geboren.

Er interessiert sich für Natur, Wissenschaft und Technik.

Julius von Bismarck will neue Erfahrungen machen.

Er will die Natur auf neue Art wahrnehmen.

Und er will mit seiner Kunst die Natur auf neue Art zeigen.

Ein Kunst-Werk von ihm heißt Punishment.

Das spricht man so aus: Panischment.

Es bedeutet: Bestrafung.

Der Künstler peitscht das Meer.

Als ob er das Meer mit dem Peitschen bestrafen könnte.

Wir wissen: Das geht nicht.

Aber wir sind selbst manchmal wütend auf die Natur.

Die Ausstellung in der Bundes-Kunst-Halle heißt FEUER MIT FEUER.

Das Thema sind Wald-Brände.

Leider brennen zurzeit viele Wälder auf der Erde.

Feuer ist schrecklich.

Feuer ist aber auch schön.

Das zeigt die Ausstellung mit Tönen und Bildern.

MAX KLINGER
und Europa

Ausstellungs-Datum: 16. Oktober 2020 bis 31. Januar 2021

Der Künstler Max Klinger lebte vor über 100 Jahren.

Max Klinger war Maler und Bild-Hauer.

Er schrieb auch Gedichte und spielte Klavier.

Max Klinger bewunderte Ludwig van Beethoven.

Er machte ein Beethoven-Denkmal.

Das Denkmal ist farbig.

Es besteht aus:

–  Marmor und anderen Steinen

–  Glas

–  Metall

Das Denkmal steht in Leipzig.

Man kann es im Beethoven-Jahr 2020 in der Bundes-Kunst-Halle anschauen.

Die Kunst von Max Klinger gehört zum Symbolismus.

Im Wort Symbolismus steckt das Wort Symbol. (Sümbol ausgesprochen)

Ein Symbol ist ein Zeichen.

Die Symbolisten verwenden Symbole in ihrer Kunst.

Zum Beispiel gibt es beim Beethoven-Denkmal einen Adler.

Der Adler ist in der Kunst oft ein Symbol für Unsterblichkeit.

Der Adler bedeutet hier vielleicht:

Die Musik von Beethoven ist unsterblich.

Max Klinger wollte Gesamt-Kunstwerke machen.

Also verschiedene Arten von Kunst verbinden.

Max Klinger war früher sehr berühmt.

Heute ist er nicht mehr so bekannt.

Wie gut ist seine Kunst wirklich?

Darum geht es in der Ausstellung.

JERUSALEM
Sehnsucht nach der Heiligen Stadt

Ausstellungs-Datum: 27. November 2020 bis 28. März 2021

Jerusalem ist eine große Stadt im Land Israel.

Menschen leben dort seit mehreren tausend Jahren.

Jerusalem ist sehr wichtig für drei Religionen:

– Judentum

– Christentum

– Islam

Die Bibel und andere heilige Schriften erzählen von Jerusalem.

Es gibt viele Bilder von Jerusalem.

Es gibt Bilder von Jerusalem als wirklicher Stadt.

Und es gibt Bilder von Jerusalem als:

­– Wunsch-Stadt

– Traum-Stadt

– Ideal-Stadt

Ideal heißt: besser als in der Wirklichkeit, ohne Fehler.

Manche Bilder von Jerusalem sind sehr alt.

Die Bilder wurden im Mittel-Alter gemalt.

Menschen aus vielen Ländern reisten schon damals nach Jerusalem.

Sie hatten in der Bibel von Jerusalem gelesen.

Sie wollten die heilige Stadt sehen.

Einige Menschen erzählten später von ihrer Reise.

Solche Reise-Berichte werden in der Ausstellung gezeigt.

Man kann auch aus Jerusalem ansehen:

Reise-Andenken, die man in Jerusalem kaufen kann.

Die Ausstellung zeigt:

Viele Menschen sehnen sich nach der heiligen Stadt Jerusalem.

Quellennachweise anzeigen
Abbildungen
  1. Nach einem Entwurf zu Günter Wallraffs Taschenbuch „Und macht euch die Erde untertan“, 1987 © Klaus Staeck
  2. Julius von Bismarck, Feuer mit Feuer, 2020, Courtesy the artist, alexander levy, Berlin; Sies+Höke, Düsseldorf and Marlborough Contemporary, London/New York © the artist / VG Bild-Kunst, Bonn 2020
  3. Christian Falsnaes, Force, Installationsansicht (Ausschnitt), Kunstmuseen Krefeld – Kaiser Wilhelm Museum, 2018 © Volker Döhne, Courtesy the artist and PSM, Berlin
  4. Max Klinger, Die blaue Stunde (Ausschnitt), 1890, Museum der bildenden Künste, Leipzig
  5. Blick auf die Altstadt Jerusalems mit Felsendom, Israel © silver-john - stock.adobe.com
  6. Ausstellungsansicht Doppelleben. Bildende Künstler*innen machen Musik (Ausschnitt und Collage), mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Foto: Klaus Pichler © mumok

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